Wie du eine Datei in Photoshop speicherst die größer ist als das 2GB Limit ist!

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2 GB Limit in Photoshop

Es gibt etwas das sehr viele nicht wissen. Du vielleicht auch nicht? Ich wusste es zumindest bis vor kurzem nicht. Bis ich selbst davon betroffen war.

Ich spreche von der 2 Gigabyte Begrenzung der Dateigröße in Photoshop.

Adobe schreibt dazu folgendes:

Das bedeutet man kann keine Dateien Speichern die größer als 2GB groß sind? Doch, es geht, wenn man weiß wie und worauf man achten muss. Und genau das zeige ich dir jetzt!

Bevor du aber direkt mit der Umsetzung beginnst lese dir bitte erste alle Informationen durch und entscheide dann, ob und welchen Lösungsweg du wählen möchtest. Ja, es gibt mehrere unterschiedliche Wege doch das siehst du gleich selbst. Also, erst lesen, dann verstehen und dann umsetzten. So, und nun geht es los!

 

Das Problem

Vor einigen Tagen habe ich mal wieder ein Bild bearbeitet. Ein Foto an dem ich am Ende über 1 Stunde gesessen habe. Ich war noch nicht fertig und wollte am nächsten Tag weiter machen also musste ich das ganze Speichern. Das mache ich immer, also kein Problem. „Datei -> Speichern unter… -> als PSD Speichern„. Photoshop beginnt zu Speichern!

Doch irgendwas ist anders, es dauert mir ein wenig zu lang. Aber gut ich habe auch echt viele Ebenen bearbeitet. Unten Links sieht man den Speichervorgang in Prozent. 63%, 68%, 74%, 79%, 83% und dann plötzlich poppt diese Meldung auf:

Was? Die Datei ist zu groß? Das hatte ich noch nie. Das kann nicht sein. Also klick auf „OK“ und das selbe noch mal von vorne. Und wieder konzentriere ich mich auf den Speichervorgang unten Link. Genau an derselben Stelle, bei 83% poppt wieder die gleiche Meldung auf. Also muss ich eine Lösung finden. Doch was kann ich jetzt machen? Ich kann Photoshop nicht schließen, denn sonst war die ganze Arbeit vergebens. Um das Bild nun fertig zu bearbeiten und es im Finalen Format zu Speichern fehlt mir die Zeit und die Motivation. Ich brauche mein Bild mit allen Ebenen zum weiter bearbeiten in der vollen Auflösung. Aber was tun?

Zur Info: Photoshop erkennt die endgültige Dateigröße erst beim Speichern. Deshalb bekommt man die Fehlermeldung auch nicht vor dem Speichern, sondern erst während der Speichervorgang läuft.

 

Die Lösung

Die Lösung ist so einfach und so schnell da wie das Problem. Man muss nur halt erstmal darauf kommen, bzw. es einfach wissen.

In Photoshop gibt es mehrere Wege eine Datei zu speichern die größer als 2 GB ist. Ich zeige euch 3 die Ihr auch auf der Adobe Seite nachlesen könnt.

Lösung 1 – Das PSD-Raw Format

Du kannst deine Datei in Photoshop auch als Photoshop Raw speichern.

Das Photoshop Raw Dateiformat bietet dir die Möglichkeit Dokumente in allen Auflösungen und Dateigrößen zu Speichern. Jedoch werden dabei alle Ebenen Reduziert so das eine Nachträgliche Bearbeitung nicht mehr möglich ist. Adobe schreibt hierzu folgende Info:

Für mich kam das also nicht in Frage. Ich brauchte etwas das ich später auch noch bearbeiten kann.

Lösung 2 – Das TIF Format

Du kannst deine Datei in Photoshop auch im TIF Format speichern.

Der Vorteil ist du hast die volle Bildqualität und auch deine ganzen Ebenen kannst du beibehalten. Das musst du jedoch selbst wählen. Achte also vor dem Speichern als TIF darauf welche Einstellungen gewählt sind. Der Nachteil ist allerdings das es beim TIF Format ebenfalls eine Begrenzung der maximalen Dateigröße gibt. Diese liegt bei 4GB, also doppelt so groß. Das heißt aber auch hier kann man unter Umständen an die Grenze des Möglichen stoßen.

Adobe schreibt hierzu folgendes:

Wenn du also eine Datei hast die nicht größer als 4GB ist kannst du gerne das TIF Format nutzen. In meinem Fall jedoch war dies keine Option!

Lösung 3 – Das PSB Format

Du kannst deine Datei in Photoshop auch im PSB Format speichern.

Eigentlich hätte man das auch gleich sehen müssen. Adobe war so frei und hat für uns Anwender mitgedachte und das PSB-Format gleich so benannt das man auf den ersten Blick erkennt was es ist. Nämlich ein „Großes Dokumentformat“. Also genau was wir brauchen, oder?

Der Vorteil ist, du kannst Dateien in beliebiger Auflösung und Dateigröße abspeichern. Deine Ebenen bleiben alle da und du kannst das ganze jederzeit wieder bearbeiten und erneut abspeichern.

Der Nachteil ist, du kannst eine PSB Datei „nur“ ab der Photoshop CS Version öffnen. Das bedeutet du kannst die Datei nicht mit Vorgängerversionen von Photoshop öffnen und bearbeiten. Das kann eine Zusammenarbeit mit anderen erschweren, wenn diese nicht mindestens eine Phoptshop CS Version nutzen.

Adobe gibt hierzu folgen Info:

Da ich meine Bilder in der Regel immer selbst und allein bearbeite ist der angegebene Nachteil für mich Irrelevant und somit ist das PSB Format meine Wahl für große Dateien in Photoshop.

 

Fazit

Wie du siehst ist es einfacher als man denkt. Anfangs sitzt der Schock erstmal tief, da man nicht weiß was zu tun ist. Doch wenn man die Lösung dann kennt ist es ganz einfach. Ein anderes Dateiformat ist die Lösung. Welches Dateiformat du letztendlich für dein Dokument wählst musst du selbst entscheiden. Die Vor- und Nachteile kennst du ja nun. Für mich kam in diesem Fall nur das PSB Format in Frage. Einfach damit ich die Datei jederzeit wieder bearbeiten kann und meine Ebenen vorhanden bleiben und weil es auch durchaus vorkommen kann das eine Datei auch mal die 4GB grenze erreicht. Spätestens dann müsste ich von TIF zu PSB wechseln. Also warum nicht gleich PSB? Der Nachteil das man die Datei nicht mit älteren Versionen von Photoshop (vor Photoshop CS) öffnen kann greift in meinem Fall nicht und ist somit für mich egal.

Und hier hast du noch mal die 3 Datei-Formate auf einen Blick:

Ich hoffe ich konnte dir helfen. Du solltest in Zukunft also keine Schwierigkeiten mehr mit großen Dateien in Photoshop haben. Du kennst ja jetzt die Lösung!

Als kleine  Info noch: Sollte es auch in den anderen Dateiformaten nicht möglich sein eine große Datei zu Speichern könnte das daran liegen das die Datei größer als 4GB ist und deine Festplatte auf FAT32 formatiert ist. Das FAT32 Dateisystem lässt keine Dateien zum Speichern zu die größer als 4GB sind. Hier solltest du evtl. eine andere Festplatte oder einen USB Stick mit genügend Speicherplatz als alternative wählen. Im Optimalfall jedoch sollte deine Festplatte das Dateisystem NTFS haben. Dann hast du auch keine Probleme mehr mit großen Dateien. Welches Dateisystem deine Festplatte hat kannst du unter den Eigenschaften deiner Festplatte nachsehen.

Rechtsklick auf die Festplatte -> Eigenschaften -> Allgemein„. Hier siehst du ein Beispiel von meiner Festplatte. Meine Platte ist im Dateisystem NTFS formatiert. Das ist eigentlich mittlerweile auch der gängige Standard, doch es gibt noch genügend FAt32 Platten, und deshalb solltest du diesen Punkt ebenfalls beachten.

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