Wenn ich nicht fotografieren würde, dann…

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Wenn ich nicht fotografieren würde, dann…

…ja, was dann? Was würde ich tun wenn ich nicht fotografieren würde? Was würde mir entgehen? Was wäre anders? Was wäre besser oder schlechter? Wie wäre meine Leben ohne die Fotografie?

Die Frage habe ich auch vor kurzem auf meiner Facebook Seite gestellt. Hier gehts direkt zum Beitrag: Wenn ich nicht fotografieren würde, dann…
Die Antworten der Community findest du am Ende dieses Artikels. Sehr interessant wie einige zur Fotografie stehen. Doch bevor wir zu euren Antworten kommen möchte ich versuchen diese Frage auch einmal für mich selbst zu beantworten. Also, los gehts.

 

Was würde ich tun wenn ich nicht fotografieren würde?

Wahrscheinlich wäre ich wieder im Videobereich aktiv. Die meisten wissen es zwar nicht doch bevor ich zur Fotografie kam habe ich mich im Videobereich ausgetobt. Damals waren Videokameras noch mit MiniDV Kassetten ausgestattet. Die neusten Modelle hatte gerade eingebaute Festplatten. Ist also schon ein Weilchen her.

Ich habe Interviews mit Musikern aus Frankfurt geführt. Manchmal sogar in meinem Keller. Ich war mit auf Konzerten und habe diese gefilmt und die Zuschauer befragt. Einige meiner Aufnahmen geistern sicher noch irgendwo im Internet herum.

Bevor ich das gemacht hatte, war ich im Videospiele Bereich tätig. Ich habe Videos aus Spielen geschnitten. Ende der 90er bis Anfang der 2000er war die Counter-Strike Video Szene mega groß. Und ich war kein unbekannter Name in der Szene. Ich hatte sogar ein team mit bis zu 6 Gamern und Videomakern. Alles lief damals unter dem Namen TNK-Studios. Ein paar wenige Videos sind sogar noch auf YouTube Online. Hier gehts zum Kanal: TNK-Studios

Vielleicht würde ich aber auch im 3D Bereich meiner Kreativen Ader nachgehen. Denn auch dort habe ich mich eine Zeitlang ausgetobt.

 

Oder im Stop Motion Bereich? Das war zwar eher Aufwendig aber hat auch eine menge Spaß gemacht.

 

Na ja, wer weiss das schon? Eigentlich alles nur Spekulation, oder? Ich meine, ich habe diese ganzen Dinge gemacht (und noch einiges mehr), bin letztendlich aber bei der Fotografie gelandet. Warum? Musste ich diesen Weg gehen oder wäre ich euch bei der Fotografie gelandet wenn ich direkt damit angefangen hätte ohne die genannten Umwege zu durchlaufen?  Wer kann das schon wissen? Ich bin auf jeden Fall sehr Froh darüber wie es gelaufen ist. Ich habe sehr viel Erfahrung sammeln können und Einblicke in die unterschiedlichsten Bereiche bekommen. Das macht mich vom kreativen Standpunkt aus gesehen zu dem was ich heute bin, oder?

 

Was würde ich verpassen wenn ich nicht fotografieren würde?

Als erstes fallen mir da die vielen tollen Spots ein an denen ich war um zu fotografieren. Das fängt hier vor der eigenen Haustür mit der Frankfurter Skyline an und führt bis hin in die Türkei. Egal wo ich bin, ich suche und sehe Motive, Spots und tolle Lichtsituationen. Ich war an einigen Plätzen die ich nur wegen des Fotos besucht habe. Wer weiß ob ich da jemals gelandet wäre wen ich nicht fotografieren würde. Hier mal ein paar Bilder die mir persönlich viel Bedeuten.

 

 

Aber auch die Menschen die ich durch die Fotografie kennen lernen durfte und/oder wieder gefunden habe sind ein großes Geschenk was mir ohne die Fotografie vielleicht verwehrt geblieben wäre. Meine Besten Freunde aus der Kindheit kenne ich seit 1985. Ich bin 1983 geboren.  Das ist jetzt über 30 Jahre her. Man, wie die Zeit vergeht. Wir waren Nachbarn und sind zusammen aufgewachsen. Irgendwann hat man sich dan mehr oder weniger aus den Augen verloren. Und ganz unabhängig voneinander haben wir uns alle in Richtung Fotografie entwickelt. und über die Fotografie haben wir wieder den Kontakt zueinander gefunden und machen seit dem auch regelmäßig wieder was zusammen. Ich finde dass total spannend. Vor allem das wir uns jahrelang nicht gesehen haben und am ende trotzdem bei der Fotografie gelandet sind. Übrigens, ihr kennt die Jungs vielleicht. Oli von Olioptic und sein kleiner Bruder Andy von Andys Fotomodus.

Neue Freundschaften die ich nicht mehr missen möchte haben sich auch ergeben. Da wäre zum Beispiel Mario Diener, Nicole Herr, Tim Ueberrhein, Markus Stumpf, Unmut Kiran, Flo, Clarissa, Yasmin, Alena und noch viele mehr. Hier mal einige Selfies aus der Vergangenheit. Es gibt noch viele viele mehr, doch das würde hier jetzt den Rahmen sprengen.

 

 

Unzählige Events auf denen ich mittlerweile war und so tolle Sachen erlebt habe. Alles Momente die ich ohne die Fotografie sie nie erlebt hätte. Zum Beispiele diese Situation hier (klick auf das Bild für das Video):

Und das ist nur eine von vielen Erinnerungen.

 

Was wäre anders in meinem Leben ohne Fotografie? Was wäre besser oder schlechter?

Wie würde meine Leben also ohne Fotografie aussehen? Als aller erstes fallen mir die ganzen Dinge ein die ich so gekauft habe. Was viele am Anfang total unterschätzen ist, das die Fotografie, selbst als Hobby, sehr kostspielig werden kann. Wie viel Geld ich genau in den letzten Jahren ausgegeben habe weiß ich nicht genau. Aber es war definitiv nicht wenig. Wenn ich das ganze Geld jetzt auf meinem Konto hätte wäre das nicht schlecht. Doch ganz ehrlich, ich würde das Geld wieder dafür ausgeben. Ich liebe die Fotografie. Es erfüllt mich so sehr das ich mir ehrlich gesagt nichts anderes vorstellen kann. Und das kann man mit Geld nicht aufwiegen.

Ein weiterer Punkt der mir sehr viel bedeutet ist, das ich anderen helfen kann. Schon früher habe ich Tutorials geschrieben und Foren geführt um mein Wissen mit anderen zu teilen. Ich helfe einfach gerne anderen Menschen. Mein Wissen weiter zu geben ist für mich mehr als nur eine nette Geste. Es ist Notwendig finde ich. Und ich spreche meinen Dank hier mal an alle aus die ebenfalls ihr Wissen mit anderen teilen.

Aber ich tue das nicht nur aus reiner Nächstenliebe. Es ist auch ein gewisser Anteil an Egoismus dabei. Denn es erfüllt mich einfach jemandem helfen zu können. Wenn jemand etwas nicht versteht und es dann durch mein Wissen plötzlich begreift ist das wie einem Kind das Fahrrad fahren beizubringen. Man fühlt sich selbst gut und ist Stolz. Die Anerkennung und Dankbarkeit der anderen möchte ich nicht missen. Es ist einfach tolles Gefühl.

Mein Alltag würde definitiv auch anders aussehen. Ich wäre nicht so aktiv auf Social Media, ich würde wahrscheinlich keinen YouTube Kanal führen (obwohl ich früher schon welche hatte) und auch diesen Blog hier würde es nicht geben. Ich hätte mehr Zeit für andere Dinge, obwohl ich keine Ahnung habe welche das sein könnten.
ich würde wohl mehr TV schauen aus Langeweile stat einen Artikel zu schreiben, Videos aufzunehmen und/oder Bilder zu bearbeiten. Das will ich mir gar nicht vorstellen.

 

Alles in allem kann ich sagen das ich Glücklich bin wie es ist. ich fühle mich in der Fotografie angekommen und zu Hause. Und um ehrlich zu sein habe ich kein Ahnung wie mein Leben ohne Fotografie aussehen würde. Doch das möchte ich auch gar nicht mehr. Man sagt ja immer das Gras beim Nachbarn ist immer grüner. Kennst du diesen Spruch? Tja, ich bin so zufrieden das ich das Gras vom Nachbarn gar nicht mehr sehe. Sprich, ich sehe keine alternativen zur Fotografie die mich so Erfüllen könnten. Ich kann jetzt nicht garantieren das es für immer, bis an mein Lebensende so bleibt. Doch aktuell ist es so. und egal was die Zukunft bringen mag, die Fotografie ist und bleibt für immer ein Teil von mir.

 

Was wäre wenn du nicht fotografieren würdest?

Zu Beginn des Artikels hate ich erwähnt das ich diese Frage auch auf meiner Facebook Seite gestellt hatte. Und ich finde das sind einige sehr interessante Antworten dabei. Schau mal:

 

 

Wie wäre es bei dir? Wie würdest du diesen Satz beenden?

Wenn ich nicht fotografieren würde, dann…

 

2 Antworten

  1. Nicole Herr
    | Antworten

    Toll geschrieben Tolga, gefällt mir sehr gut!
    Und ich bin auch dabei 🙂
    Schön!
    Lieben Gruß Nicole

    • Tolga-Tanik.de
      Tolga-Tanik.de
      | Antworten

      vielen dank Nicole. ja gib gas. dein blog füllt sich nach und nach. 🙂

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